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WAS IST DAS "KLAGENFURTER DESIGN"?

Das von Prof. Dr. Günther Ossimitz initiierte Projekt „Simulation von Supply-Chain-Management-Systemen“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden Schwachstellen des traditionellen Beer-Games (näheres siehe Einleitung) zu beseitigen. Es wurde ein optimiertes Design für die Simulation entwickelt, das es ermöglicht, das Beer-Game

  • mit Laien (Personen ohne jegliches wirtschaftliches Vorwissen)
  • mit minimalem Fehlerrisiko (den technischen Ablauf der Simulation betreffend)
  • in einer kürzeren Zeit (maximal zwei statt ca. vier Stunden für ca. 30-40 Runden)

durchzuführen. Beim bisher üblichen Design ist das Beer-Game samt ausführlichem De-Briefing nach dem Spiel ein Ganztages-Event. Die Optimierung reduziert die Gesamtdauer ohne Verlust an Qualität auf einen Halbtag.

 

KONKRETE VERÄNDERUNGEN

Die Optimierung setzt an mehreren Punkten an. Zunächst finden die Spieler auf ihren Tischen einen eigenen Spielplan vor, der die zu setzenden Schritte pro Runde vorschreibt bzw. impliziert. Der Spielplan besteht aus 5 Feldern: „Post Eingang“, „Post Ausgang“, „Lager Eingang“, „Lager Ausgang“ und in der Mitte das Feld „Lager“. In jeder Runde haben die Spieler die einzelnen Felder nach einem denkbar einfachen 4-Schritte-Schema zu bearbeiten. (weiter zum Schema >>)

Weiters wurde versucht, den Spielern bis zu einem gewissen Grad die Kontrolle über den Spielablauf und damit auch die Möglichkeiten, die gesamte Kette ins Chaos zu stürzen, aus der Hand zu nehmen. Dies wird nun dadurch realisiert, dass die Teilnehmer die Bestellungen und Lieferungen nicht selbständig weiterverschieben dürfen. Haben die Spieler ihr Schema durchgearbeitet, können sie nicht mehr weitermachen und müssen warten. So ist gewährleistet, dass sich Brauerei, Disrtibutor, Großhändler und Einzelhändler alle in der selben Woche befinden.

Das Weiterverschieben der Bestellungen und Lieferungen übernimmt eine aussenstehende Person, der sogenannte Briefträger (Spediteur). Er rückt nach dem Ende jeder Runde die Kuverts mit den Bestellungen und die Wägen mit den Bierlieferungen um jeweils eine Position weiter und leitet so die nächste Runde ein. Darüberhinaus notiert er sich die Bestell-Entscheidungen der einzelnen Stufen der Kette und liefert diese beim Buchhalter (eine weitere externe Person) ab.

Der Buchhalter ist samt Laptop und Drucker das Back-Up-System der Kette. Er trägt die Bestellentscheidungen jeder Runde in ein Excel-Sheet ein, welches automatisch die abhängigen Größen (Lagerbestände, offene Bestellungen) berechnet. Im Notfall kann der Buchhalter so kurzfristigst den Verlauf der letzten Runden ausdrucken und Fehler in den Aufzeichnungen der Teilnehmer korrigieren. Weiters verfolgt das Excel-Sheet ständig die Kosten und erspart so mühsame händische Auswertungen am Ende der Simulation.

Zu guter Letzt sitzt bei jeder Stufe eine Person am Tisch, die das Beer-Game schon einmal gespielt hat und sich dem Führen der Lager- und Bestellaufzeichnungen vertraut ist. Dies Person greift in die Bestellentscheidungen nicht ein, sondern überwacht nur die korrekte Ausführung der Spielschritte.

 

AUFBAU DER KETTE UND ABLAUF DER SIMULATION

Die folgende Flash-Animation stellt zunächst den Aufbau der Kette dar. Die Positionen der Brauerei, des Distributors, des Groß- und Einzelhändlers sind auf 4 Tische aufgeteilt. Dazwischen befinden sich weitere Tische, um die Verzögerungen bei der Lieferung, den Bestellungen und der Produktion zu simulieren. Am einen Ende der Kette hat noch der Buchhalter seinen Platz.

Wird das Beer-Game gestartet (auf play klicken), so sind zunächst die einzelnen Spieler „am Zug“. Sie verwalten eingehende Lieferungen, erfüllen Bestellungen und treffen eigene Bestellentscheidungen - kurz, sie arbeiten ihr Schema durch. Sind die Spieler fertig, so tritt der Briefträger (Spediteur) in Aktion. Er rückt zunächst als Spediteur die Wägen mit den Bierlieferungen um eine Position weiter, bringt Bier aus der Produktion ins Spiel und nimmt die vom Kunden nachgefragte Menge aus dem Spiel. Anschließend bringt er als Briefträger den einzelnen Positionen der Kette die Bestellungen der Kunden (Endkunde bzw. vorgelagerte Stufen) und setzt die Produktion in Gang. Dadurch, das er die Spieler mit neuen Bestellungen und Lieferungen besorgt, leitet er die nächste Runde ein und die Teilnehmer können wieder mit der Bearbeitung ihres 4-Schritte-Schemas beginnen.